Die Lochlupe (Folge 50)

Benötigt wird

Experiment

In die Postkarte wird ein 2x2cm großes Lock geschnitten und ein Stück Alufolie darüber geklebt. Anschließend wird mit der Stecknadel ein kleines Loch hineingestocken. Wenn man diese Lochlupe nun an sein Auge führt, kann man deutlich näher an sehr kleine Objekte heran und sieht sie immer noch scharf. Sieht man die Objekte scharf, kann man die Lochlupe wegnehmen und stellt fest, dass das kleine Objekt dann unscharf ist.

Warum?

Um ein Objekt größer zu sehen, führt man das Objekt näher an das Auge heran, dennn dadurch vergrößert sich der Sehwinkel und man sieht das Objekt größer. Um das Objekt auch weiterhin scharf zu sehen, muss der Ringmuskel im Auge die Linse krümmen. Unterhalb einer bestimmten Entfernung ist das Auge nicht mehr in der Lage, das Objekt scharf zu sehen. Diese Entfernung nennt sich Nahgrenze und liegt bei Kindern bei 7 cm und steigt bei Erwachsenen stark an auf über 30 cm. Bei Zuhilfenahme einer Lupe (Sammellinse) entsteht hinter dem eigentlichen Bild ein virtuelles Bild, welches das Objekt vergrößert darstellt. Da dieses Virtuelle Bild weiter weg ist, kann das Auge dieses Objekt scharf erkennen und Aufgrund der Vergrößerung einzelne Details gut erkennen. Zusätzlich zur Linse ist auch die Pupille für die Schärfe verantwortlich. Wird die Pupille sehr klein, so wird die einfallende Menge an Streulicht verringert und das Objekt erscheint schärfer. Die Pupille kann sich nur auf 2 mm verengen. Durch die Lochlupe erzeugt man eine noch kleinere Öffnung, sodass man auch unterhalb der Nahgrenze noch scharf sehen kann.